Pascal Hagenmüller: „Meine Überzeugungen“

Mehr Nachhaltigkeit:
„Umweltpolitik ist für mich eine Existenzfrage. Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass unsere Böden, unsere Wiesen und Wälder noch in 50 Jahren bewohnbar und fruchtbar sein können. Eine intakte Umwelt ist die Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg und menschliches Handeln. Deshalb möchte ich Erneuerbare Energien stärker fördern und den ÖPNV stärken. Wir brauchen mehr Verkehr auf den Schienen und eine intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel, vor allem im ländlichen Raum.“
Ich setze mich ein für:
– eine Energiegewinnung, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt
– eine artgerechte Tierhaltung und gegen Massentierhaltung
– einen besseren Tierschutz
– eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft
– eine Gentechnik-freie Welt
– eine bessere Kennzeichnungspflicht
– eine nachhaltige Mobilität, die in erster Linie den ÖPNV und die Schiene fördert
– eine Verkehrspolitik die den Erhalt von Straßen über den Neubau stellt

Wohlstand neu definieren
„In der grünen Marktwirtschaft stärken wir die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir versorgen sie mit den notwendigen Informationen, damit sie bewusst und eigenverantwortlich konsumieren können. Der Staat als ,Nachfrager‘ kauft verantwortungsbewusst soziale und ökologisch nachhaltige sowie innovative Produkte und Dienstleistungen ein. Damit wird der Staat zum Vorreiter, indem er innovativen und umweltverträglichen Produkten sowie Technologien zum Durchbruch verhilft.“
Wir Grüne wollen Wohlstand schaffen und erhalten – und das in dem Bewusstsein, dass natürliche Ressourcen endlich sind und der Klimawandel weiter voranschreitet. Wir sind davon überzeugt, dass wir dies aber nur dann gemeinsam schaffen können, wenn wir vorher einen umfassenden ökologischen Umbau der Wirtschaft ins Rollen bringen.
Aber dafür brauchen wir zunächst vor allem eines: Wir brauchen ein Umdenken.
Wir brauchen ein Umdenken was Wohlstand in diesem Land überhaupt bedeutet. Dabei dürfen wir nicht vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) allein ausgehen, denn seine Aussagekraft ist nur auf finanzielle Aspekte beschränkt. Ökologischen Fortschritt erfasst das BIP allenfalls, wenn es dabei ordentlich in der Kasse klingelt.
Wirtschaftswachstum allein, völlig egal bei wem das Wachstum ankommt und wie es erzielt worden ist, zeugt von einem Denken, das in Zeiten des Klimawandels und der gesellschaftlichen Spaltung nicht nur seine Aussagekraft gänzlich eingebüßt hat. Der unreflektierte Glaube an das Wirtschaftswachstum verschärft vielmehr die sozialen Probleme noch weiter – und das nicht nur hierzulande, sondern weltweit.
Was wir hingegen mit dem ökologischen und technischen Fortschritt schaffen wollen ist mehr Lebensqualität.
Diese können wir aber nicht allein anhand der absoluten Einkommen messen. Um die wirkliche Lebensqualität zu ermitteln, müssen noch viele weitere Faktoren berücksichtigen – so etwa beispielsweise die Einkommensverteilung, den Anteil unbezahlter Arbeit in Privathaushalten, öffentliche Ausgaben für das Gesundheitswesen oder Freizeitgüter. Unser neuer Wohlstandsbegriff muss aber vor allem an solchen Faktoren gemessen werden, wie Umweltverschmutzung und Schadstoffausstoß, Ressourcenverbrauch und den volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels.
Ich setze mich ein für:
– Förderprogramme, die gezielt den Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglichen
– energieeffiziente Gebäudesanierungen
– den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel
– die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen

Europa und die Welt
„2017 fällt der Erdüberlastungstag auf den 2. August. Damit ist der Verbrauch der natürlichen Ressourcen, welche die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann, so früh wie noch nie seit 1987 erreicht. Deutschland lag in den vergangenen Jahren weiterhin in den Top Ten der weltweit größten CO2-Produzenten, auch bei den Lebensmittelabfällen und Elektroschrott belegen wir vordere Plätze im internationalen Vergleich. Als Industrienation mit einem sehr hohen Wohlstandsniveau müssen wir noch verantwortungsvoller mit unserer Erde umgehen. Das erfordert ein verstärktes Engagement der Bundesrepublik für die Belange von Natur- und Umweltschutz sowie sozialer Gleichberechtigung auch auf dem internationalen Parkett.“

Wir brauchen ein starkes Europa
Einst als Handels- und Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, ist die Europäische Union heute viel mehr als eine ökonomische Interessengemeinschaft. Bei aller Unterschiedlichkeit der Kulturen, Staaten und Sprachen ihrer Mitgliedsländer ist sie einendes Band nach Jahrhunderten bewaffneter Konflikte. Um der neuen Rolle als übergeordnete politische Einheit gerecht zu werden, müssen jedoch die demokratisch-parlamentarischen Institutionen gestärkt werden. Gerade in Zeiten wachsender autoritärer Systeme sowie offener und verdeckter Konflikte in ihrer nächsten Umgebung.
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Fluchtursachen bekämpfen – Integration ermöglichen
Kein Mensch verlässt seine Heimat ohne Grund. Ob es die Flucht aus einem Kriegsgebiet, vor Naturkatastrophen oder persönlicher Verfolgung ist, oder einfach der Wunsch nach einem würdigen Leben mit geregelten Arbeitsverhältnissen sowie Gesundheits- und Altersversorgung. Um mehr Integration zu ermöglichen brauchen wir dringend ein neues Einwanderungsgesetz, das Asyl und Arbeitsmigration regelt. Als hochentwickelte Industrienation sind wir nicht isoliert von der weltweiten Entwicklung. Unser hoher Ressourcenverbrauch im Industrie- und Konsumsektor, die nach wie vor hohen Schadstoffemissionen haben einen Einfluss auf Wirtschaft, Leben und Umwelt in weiten Teilen der Erde. Fluchtursachen bekämpfen bedeutet ein Aus für Rüstungsexporte in Diktaturen und Krisenregionen, die Einführung fairer Handelsabkommen zur Förderung sozialer und ökologischer Standards sowie ein Ende zerstörerischer Agrarsubventionen.
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Für mehr Gerechtigkeit
„Ich stehe für eine weltoffene und bunte Gesellschaft, in der starke Schultern mehr tragen als schwache. Dazu gehört für mich eine gerechte Vermögensbesteuerung sowie die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen. Ich setze mich für eine Bürgerversicherung ein, die allen Menschen am Ende ihres Arbeitslebens eine auskömmliche Rente ermöglicht. Speziell junge Menschen brauchen Sicherheit und eine soziale Infrastruktur um Familien gründen zu können. Ich möchte mich in Berlin als junger Mensch für das Thema Generationengerechtigkeit einsetzen. Junge Menschen sind von den Entscheidungen der Politik am längsten betroffen und müssen die Rechnung für eine verfehlte Umwelt- und Haushaltspolitik tragen.“
Ich setze mich ein für:
– eine bunte und vielfältige Gesellschaft
– eine verbindliche Frauenquote in Vorständen
– eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre
– das Abschmelzen des Ehegattensplittings für neu geschlossene Ehen und eine bessere Förderung für Familien mit Kindern
– eine gerechtere Verteilung von Vermögen in Deutschland
– eine Erhöhung der Hartz IV-Sätze
– einen besseren Kündigungsschutz
– für einen höheren Spitzensteuersatz
– für die Entlastung von Geringverdiener*innen
– für die Eindämmung der Leiharbeit
– für die Unterstützung alleinerziehender Eltern

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