Das Friedhofstor in Bahnbrücken

Keine Mehrheit für notwendige Veränderungen beim Thema Friedhofswesen

In der Gemeinderatssitzung vom 13.11.2019 wurde unter Top 2 eine neue Gebührenkalkulation sowie eine neue Friedhofsatzung mit 18 Ja und 6 Nein Stimmen mehrheitlich beschlossen. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnt den Beschlussvorschlag aus folgenden Gründen ab:

1. Fehlender Sparwille

Für die 9 städtischen Friedhöfe werden ca. 435.000,- €/Jahr benötigt. Dies hat zur Folge, dass um einen Kostendeckungsgrad von 70% zu erreichen die
Nutzungsgebühren zum Teil drastisch erhöht wurden. Es ist zu befürchten, dass sich nicht mehr alle die von ihnen gewünschte Bestattungsform leisten können. Deshalb muss es darum gehen vorhandene Einsparmöglichkeiten zu nutzen und auf teure Freiwilligkeitsleistungen zu verzichten. Für die bevorstehende Haushaltsplanung 2020 erwarten wir von der Verwaltung ein Konzept wie mit den sanierungsbedürftigen Gebäuden in Zukunft umgegangen wird.

2. Umsetzung der Biodiversität

Biodiversität macht nicht vor Friedhofsmauern halt. Wir fordern, wie in umliegenden Gemeinden bereits umgesetzt, auch auf den Friedhöfen mehr Vielfalt bei der Gestaltung und Bevorzugung von heimischen Pflanzen.

3. Umsetzung ökologischer Grundsätze

Der Antrag von Wolfgang Bauer, nur noch Grabschmuck aus kompostierbaren Materialien zu erlauben, fand keine Mehrheit. Die Verstöße bei der Getrenntsammelpflicht führen zu Mehrausgaben und Kunststoffe, Metalle und Styropor landen letztendlich auf unseren Äckern. Dies könnte durch eine Satzungsänderung vermieden werden.

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