Waldhaushalt Kraichtal 2020

Erweiterter Beschlussantrag von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zu TOP 3 der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 12.02.2020, „Abschluss einer öffentlichen-rechtlichen Vereinbarung mit dem Landkreis Karlsruhe über den gemeinsamen Holzverkauf waldbesitzender Kommunen im Landkreis Karlsruhe:

„Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung dem Forsteinrichtungswerk 2019 bis 2028 vom 07.11.2018 zu ändern. Die Zielsetzung sollte unter der Prämisse stehen: ‚Die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes hat Vorrang vor der Nutzfunktion‘ „.

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zum Waldhaushalt 2020 im Gemeinderat am 22.01.2020 durch Herrn Dr. Boden und Herrn Klatt muss die Priorität unseres Waldes geändert werden.

Eindrucksvoll wurde berichtet, dass auch der Kraichtaler Stadtwald von den Klimaveränderungen betroffen ist, stärker als noch vor einem Jahr abzusehen war. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Art der Kulturen, die Bestandspflege, die Erschließung, die Schutz- und Erholungsfunktion und den Betrieb.

Was darf es kosten den Wald widerstandsfähig und klimafest zu machen?

In den Jahren 2014 bis 2019 wurde ein jährlicher Überschuss in Höhe von ca. € 100.000,- aus dem Stadtwald erwirtschaftet.

Die Prognose der Fachleute für das Jahr 2020: € 1.000,-

Grund unseres Antrages zum jetzigen Zeitpunkt war, dem abzusehenden Konflikt über die Funktion unseres Waldes ein klares Bekenntnis des Gemeinderates, der der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes Vorrang vor seiner Nutzfunktion gibt, zu erhalten. Es darf kein Interpretationsspielraum geben, auch nicht vor dem Hintergrund eines negativen Haushalts.

Auch ist dieser Antrag ein Test, ob wir bereit sind den Sonntagsreden über den Klimawandel nun Taten folgen zu lassen.

Was darf es kosten den Wald widerstandsfähig und klimafest zu machen und ihn für die nachfolgenden Generationen zu erhalten?

Der Antrag wurde mit 18:6 Stimmen abgelehnt.

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