Frische Brise für die Windkraft

Eine gelungene Veranstaltung war der Windkraft-Informationsabend des Initiativkreis Energie Kraichgau e. V., den auch zahlreiche Kraichtaler GRÜNE besucht haben, darunter mehrere Fraktionsmitglieder.
Besonders beeindruckend war eine Zahl, die Manuel Wagner vom Projektierer Prokon eG nannte: Wenn die angedachten 4 Windkraftanlagen (WKA) realisiert werden können, geht man von einer Stromerzeugung von fast 51.000 MWh pro Jahr aus, mit denen theoretisch circa 12.700 4-Personen-Haushalte mit einem Verbrauch von 4.000 kWh (= 4 MWh) versorgt werden können.

Genügend Strom für die Bürger*innen und Betriebe

Kraichtal hatte laut Statistischem Landesamt 2011 rund 5.920 Haushalte mit durchschnittlich nur 2,4 Personen – da bliebe sogar noch einiges für die hiesigen Gewerbebetriebe übrig!
Egal an wen der Strom aus den WKA geliefert wird, seine Erzeugung durch die saubere Energiequelle Wind leistet einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Unabhängigkeit von Energieimporten.
In der Presse war kürzlich die folgende Aussage von Landrat Dr. Schnaudigel zu lesen: „Bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts für den Landkreis Karlsruhe kommt den Städten und Gemeinden die zentrale Rolle zu“. Die Windkraft kann in Kraichtal offensichtlich einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Frage ist: ab wann?
In seiner Vorstellung der Entwicklung des Teilflächennutzungsplans seit 2012 sagte Bürgermeister Hintermayer, dass zurzeit die Daten des Windatlas von 2019 in die Pläne eingearbeitet werden. Bis die Ergebnisse vorliegen, können noch einige Monate vergehen. Bis sich das erste Windrad dreht, gehen anschließend voraussichtlich weitere vier bis fünf Jahre ins Land.

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