Aller Anfang ist schwer…

Der Personalwechsel an der Verwaltungsspitze sowie Personaländerungen im Gemeinderat lassen auf einen Neuanfang hoffen. Der ist dringend notwendig.

„Nicht weiter so“ ist oft zu hören.

Zunächst muss die Priorisierung angegangen werden. Hier ist die Verwaltung zusammen mit dem Gemeinderat gefordert. Alle Maßnahmen stehen selbstverständlich unter Finanzierungsvorbehalt.

Nach Beschluss des Haushalts 2021 wird man sehen, wo Kraichtal finanziell steht

Für die vergangene Gemeinderatssitzung nutzte Herr Trinter, seit März 2021 im Amt für Vermögen für den Bereich Finanzen zuständig, dazu, den Anwesenden nicht nur die angespannte Haushaltslage zu schildern, sondern auch die wichtigsten Fachbegriffe und Zusammenhänge zu erläutern (Stichwort: Bilanz). Anhand eines Schaubilds zeigte er, wie die Schuldenentwicklung bei einem „weiter wie bisher“ aussehen würde – die Kurve ähnelte stark dem CO2-Anstieg in der Atmosphäre.

Es ist richtig, dass wir sparen müssen

Wenn der Haushalt Ende Juni beschlossen sein wird, möchte der neue Bürgermeister gleich den Haushalt 2022 angehen. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt dies, denn Investitionen in die Zukunft können trotz Sparzwangs nicht warten.

Sie müssen jetzt eingeleitet werden. Bildung, Klimaschutz, Mobilität, Bürgerbeteiligung sind Themen, die gleich mehrere Sachgebiete tangieren und umfassend geplant, diskutiert und auch zeitnah beschlossen werden müssen.

Hinzu kommt ein weiteres Kraichtaler Problem: Der Gemeinderat war in den letzten Jahren beratungsresistent

Egal um welche Themen es sich gehandelt hat, es wurden keine „Fachberater“ eingeladen, auch dann nicht, wenn die Beratung und die Expertisen durch öffentliche Zuschüsse zum Nulltarif zu erhalten gewesen wären.
Täglich ist in der Presse zu lesen, wie weit unsere Nachbarkommunen schon sind. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und können bereits Fördergelder beantragen und von der Niedrigzinsphase profitieren.

Die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe hat kürzlich eine Karte der umgesetzten Maßnahmen herausgegeben, in der Kraichtal hauptsächlich als weißer Fleck heraus sticht.

Deshalb müssen die „Problemzonen“ umfassend angegangen werden. Dies kann durch Klausurtagungen, spezielle Themenabende im Gemeinderat oder in Bürgerforen, vielleicht bald wieder auch „live“, geschehen.

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