Andrea Schwarz, MdL, begeistert über gelungene Erweiterung und Sanierung

Grüne Abgeordnete besucht Markgrafen-Gemeinschaftsschule in Münzesheim.

Die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz besuchte am 17. November die Gemeinschaftsschule in Münzesheim, um sich das Ergebnis der Erweiterung der Schule vor Ort zusammen mit Bürgermeister Hintermayer anzusehen. Vorgefunden hat sie nicht nur ein äußerst funktionelles Schulgebäude, sondern ein lichtdurchflutetes Haus, das durch die perfekte, auf den Schulbetrieb angepasste Architektur Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern ein positives Klima bietet, das die konzeptionelle und pädagogische Arbeit mit den Schüler*innen bestens unterstützt. „Da möchte man fast selbst noch einmal Schülerin sein“ entfuhr es Schwarz, „mein Kompliment an die Verwaltung und den Gemeinderat, die zukunftsorientiert die finanziellen Mittel bereit gestellt haben, die doch eine beträchtliche Summe darstellen.“

Dass das Geld gut investiert ist, konnten Bürgermeister Hintermayer und Andrea Schwarz dem Bericht des Rektors Herrn Matthias Fuchs entnehmen. Er berichtete über die konzeptionelle Weiterentwicklung der Schule, so dass das Gemeinschaftsschulkonzept sehr gut auf die Schülerschaft und deren Heterogenität passt. Dies konnte er auch sehr gut belegen, denn Ende letzten Jahres haben die ersten Realschüler*innen ihre Prüfung abgelegt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Schüler*innen sehr gut auf die zentrale Realschulabschlussprüfung vorbereitet waren und nicht wenige Prüfungsergebnisse lagen über den Einreichungsnoten. Dies konnte die Abgeordnete nur bestätigen, die Gemeinschaftsschulen heben den Schnitt bei den Realschulergebnissen. Besonders hervorzuheben ist, dass Schülerinnen und Schüler gab, die „nur“ mit einer Werkrealschulempfehlung gestartet waren. Das zeigt, dass durch das individuelle, flexible Konzept den Schüler*innen die Möglichkeit geboten wird, sich passend zu ihrem Potenzial zu entwickeln.

Da mächte man glatt nochmal Schülerin sein

„Ich bin immer wieder fasziniert zu hören und zu sehen, wie schnell die Schüler*innen einschätzen können, auf welchem Niveau sie in den einzelnen Fächern arbeiten können. Und es ist durchaus nicht so, wie Kritiker der Gemeinschaftsschulen auch heute noch behaupten, alle würden sich am unteren Niveau bewegen. Das Gegenteil ist der Fall, durch das Arbeiten auf verschiedenen Niveaus bekommen die jungen Menschen Selbstvertrauen. Die Erkenntnis zum Beispiel in Mathematik auf Gymnasialniveau Arbeiten zu schreiben, spornt doch an, dies auch in Fächern zu erreichen, in denen man auf Hauptschul-oder Realschulniveau derzeit arbeitet.“ so die Abgeordnete.

Wie Rektor Fuchs weiter berichtete, hat auch der digitale Unterricht während des Lockdowns gut geklappt, auch dies ist der Methodik der Gemeinschaftsschule mit geschuldet, weil hier die Schüler*innen viele Arbeiten eigenständig erledigen. Ein Manko ist wie überall im Land die schlechte Internetversorgung, ebenso wie die mangelnde Ausbildung der Lehrer*innen in diesem Bereich. „Es kann nicht angehen“ erklärte die Abgeordnete, „dass digitaler Unterricht davon abhängig ist, ob an der Schule ein IT erfahrener Lehrer arbeitet, oder ob es unter den Eltern computeraffine Menschen gibt. Hier muss dringend nachgebessert werden, wir brauchen IT Spezialisten an den Schulen, ob nun als Lehrer oder Verwaltungsangestellte.“

Insgesamt zeigten sich Rektor, Bürgermeister und Abgeordnete mehr als zufrieden. Schön wäre es, wenn alle Fraktionen im Kraichtaler Gemeinderat dies so sehen könnten, denn selbst heute noch, wo die Erweiterung der Schule abgeschlossen ist, hadert die CDU Fraktion noch mit der Gemeinschaftsschule. „Ich gehe davon aus, würde die Fraktion einmal einen halben Tag die Schule besuchen, in den Unterricht hineinhören, wären sie bald vom Konzept der Schule überzeugt und würden nicht der Meinung sein, die Schule hätte die Erwartungen nicht erfüllt und stelle ein Risiko für die finanzielle Zukunft Kraichtals dar“, so die Abgeordnete, “ wie hat schon Kennedy gesagt, es gibt nur eins, was teurer ist als Bildung, keine Bildung. Zum Glück war die Mehrheit des Kraichtaler Gemeinderats auch dieser Meinung.“

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