Verkehrsentlastung nachhaltig

Die Gemeinderäte in Kraichtal und Ubstadt-Weiher planen eine Resolution zur Verkehrsentlastung an das Land: Sie fordern eine B35-Querspange nach Kraichtal oder eine zusätzliche Entlastungsstraße.

Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen diese Anträge ab und fordern, stattdessen ein Mobilitätskonzept in Auftrag zu geben, welches die Korrelation aller Verkehrsarten in und um Kraichtal berücksichtigt. Ziel muss sein, ein multimodales Verkehrsmodell als Grundlage für weitere Entscheidungen zu erhalten.

Begründung:

1. Die Stadt Bruchsal hat sich auf eine Ausbauvariante innerhalb der bestehenden Ortsdurchfahrt festgelegt.

2. Es gibt keine aktuelle Verkehrserhebung mit verlässlichen Daten über Ziel-, Quell- und Durchfahrtsverkehr.

3. Die geforderten neuen Straßen hätten keine den Kfz-Verkehr verringernde Wirkung. Stattdessen würden sie zusätzlichen Verkehr zwischen der A6 und der A5 durch Kraichtal anziehen und die Bevölkerung im weiteren Kraichbachtal käme einfacher durch Kraichtal nach Bruchsal.

4. Völlig unerwähnt bleiben bisher die enormen ökologischen Folgen für Natur und Umwelt. Sie allein wären Grund genug, keine neuen Straßen zu bauen, sondern sich um Alternativen zu bemühen.

5. Die ökonomischen Folgen und finanziellen Belastungen sind ebenfalls neu zu bewerten; bisher werden die Folgekosten nicht eingerechnet.

6. Wir sind der Meinung, dass zukunftsfähige Mobilität, die den Anforderungen der Menschen gerecht wird und zugleich zum Klimaschutz beiträgt, machbar ist.

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