Der Kraichbach

Der Bach, der nicht nur unserer Region, sondern auch unser Stadt den Namen gab, wurde um 750 erstmals als Creichgowe, später als Craichgoia und um 1600 dann als Kreuchgau erwähnt. Das Wort Creuch stammt aus dem Keltischen ist steht für Schlamm und Lehm und mit Gau werden waldfreie Gebiete oder Ackerländer bezeichnet.

Der Kraichbach entspringt im westlichen Stromberg südlich von Sternenfels (Enzkreis) und mündet nach ca. 55 km westlich von Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) an der Rheininsel in den Atlrhein.
Nach seiner eher unscheinbaren Quelle in Sternenfels durchfließt er zunächst das Rückhaltebecken Trinkwaldsee und nach wenigen hundert Metern den Kraichsee.

Danach verlässt er schon den Enzkreis und fließt nach Oberderdingen im Kraichgau Landkreis) und weiter in dessen Ortsteil Flehingen. Anschließend schlängelt er sich in Richtung Kraichtal und passiert Gochsheim als ersten von dessen Stadtteilen. Weiter im Tal fließt er nach Münzesheim, Oberöwisheim, Unteröwisheim bis er schließlich Kraichtal verlässt. Im Ortsteil Ubstadt der Gemeinde Ubstadt-Weiher tritt er in die Oberrheinische Tiefebene ein, in der er teilweise zwischen Dämmen läuft, lange von Nebengräben begleitet ist, auch einige Abzweigungen hat und in mehr oder weniger Abstand noch im Landkreis Karlsruhe nachein-ander vorbeizieht an Weiher, Stettfeld (beide Gemeinde Ubstadt-Weiher), Langenbrücken, Mingolsheim (beide Gemeinde Bad Schönborn) und Kronau. Danach wechselt er in den Rhein-Neckar-Kreis, läuft durch den Ortsteil St. Leon (Gemeinde St. Leon-Rot), passiert Reilingen und durchquert dann Hockenheim. Westlich von Ketsch mündet der Kraichbach schließlich von rechts und gegenüber des bekannten Ketscher Freizeitsees in den Altrhein.

Verlauf des Kraichbaches (PDF)

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