Opfer der Klimaveränderung

Im Wald sprießt Hoffnung

Die erschreckenden Bilder von gefällten Baumriesen, die seit Ende Januar an vielen Stellen nicht nur in Kraichtal an Waldwegen und -rändern lagen, sind uns allen noch im Gedächtnis.

Die Bäume sind hauptsächlich den Auswirkungen der vergangenen zwei trockenen Sommer – und damit der zunehmenden Klimaveränderung – zum Opfer gefallen.

Inzwischen sind an mehreren Stellen Neuanpflanzungen erfolgt, wie z. B. im Oberäcker Frauenwald. Hoffentlich werden die Pflänzchen in den nächsten Wochen genug Wasser und insgesamt gute Bedingungen haben, damit sie sich kräftig entwickeln können!

Neupflanzungen Oberäcker Frauenwald

Wie wertvoll ein intakter Wald ist, haben wir alle in den vergangenen Wochen schätzen gelernt

Wegen Corona waren (und sind) sportliche Betätigung im Verein oder in anderen Gruppen in sonst üblicher Weise, in Mehrzweckhallen oder Fitnessstudios, nicht erlaubt.

Und so sind mehr Menschen als sonst zu Fuß oder mit dem Rad draußen in der freien Natur unterwegs. Es sollte selbstverständlich sein, dass man dabei keinen Schaden anrichtet, sondern sich respekt- und rücksichtsvoll verhält und unseren gemeinsamen Lebensraum pfleglich behandelt.

Über einen schönen Wald- oder Flurspaziergang hinaus darf nicht vergessen werden, dass es außer Menschen, jungen und alten Bäumen und allerlei anderem Grünzeug auch eine vielfältige Tierwelt gibt, die auf einen gesunden Wald angewiesen ist. Aber wie der Wald selbst stehen auch die Tiere unter Stress. Geplante und getaktete Waldbewirtschaftung ist kaum noch möglich, immer mehr Arbeiten müssen aus Sicherheitsgründen spontan ausgeführt werden. Dies stört die Ruhe im Wald empfindlich. Der ist zurzeit Kinderstube für viele heimische Wildtiere. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und sich entsprechend zu verhalten.

Jeder sollte deshalb nicht nur an sein momentanes eigenes Wohlbefinden denken, sondern so handeln, dass unsere Lebensgrundlagen und ihr natürliches Gleichgewicht eine gute Zukunft haben.

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